home
über
aufgaben

Bilder erfinden

Illustrative Bilder entwickeln und realisieren.
8./9. Jahrgangsstufe Werbung, Textbildschere, visuelle Kommunikation, Illustration
Diese Seite enthält Anregungen zum Erfinden von Bildern für die visuelle Kommunikation - aus Werbung, Zeitschriften und Zeitungen.
So könnte es gehen:
Assoziationen zu dem/ zu den zentralen Begriff(en) aufschreiben. Diese auf  Möglichkeiten der Visualisierung untersuchen. Sich für ein Bild entscheiden und dieses dann auf den Punkt hin inszenieren und fotografieren. Je anfälliger die Aussage gegenüber kleinen Veränderungen des Bildes ist, desto besser? siehe Austauschtest
Alternative: zu gegebenen Bildern Werbetexte oder Bildunterschriften erfinden.
zur Bewertung siehe hier.
Tipps Sammeln Sie Werbeanzeigen und untersuchen Sie die Kombination von Text und Bild. Manchmal ist das Bild eine Illustration der Botschaft, zwischen Botschaft und Bild besteht kaum ein Unterschied, manchmal liegen die Aussagen beider weit auseinander. Es besteht eine mehr oder weniger große Text-Bild-Schere. Welche Wirkungen haben diese mehr oder weniger großen Text-Bild-Scheren? Überlegen Sie, warum sie jeweils eingesetzt werden. Was versprechen sich die Werber davon?
Werbung
  • Luxus für alle. (Werbung für einen Leberkäse)
  • Zukunft ahoi! Mit der VorsorgePlus-Pension (Versicherung)
  • Die Zeit vergeht schneller, als man denkt! Sorgen Sie rechtzeitig vor! (Versicherung)
  • Die Samentüte des Sommers (Kondome)
  • Erobern Sie den europäischen Markt! (Bank)
  • "Keine Lust, nach Hause zu gehen? - Schöner Wohnen mit dem Bau- und WohnService" (Bank)
  • Mehr Überblick bringt mehr Liquidität. (Bank)
Illustrationen
  • "Die Angst der Männer vor dem Arzt." (Überschrift in einer Frauenzeitschrift)
  • "Weniger Angst bringt mehr Rendite"
    "Sicherheit lässt Anleger gut schlafen"
    "Deutsche Autoindustrie stürzt ab."
    (Überschriften auf Ratgeberseiten im Wirtschaftsteil einer Tageszeitung)
Bewertung
Zur Bewertung:  Bei diesem Aufgabentyp lässt sich sehr gut zwischen Erfindung und Ausführung unterscheiden. Die meisten Schülerinnen und Schüler werden später keine Bilder herstellen, aber viele müssen im Stande sein, Entscheidungen zu treffen:
" Es lassen sich drei Formen des Wissens unterscheiden:
  • Wissen, dass es etwas (zu wissen) gibt
  • Wissen, wie etwas geht oder gemacht wird
  • Kompetenz, das Wissen auch aktiv einzusetzen, also selbst etwas zu machen.
Im Alltag kommen wir in aller Regel mit den beiden ersten Formen von Wissen aus. Wenn wir eine Autopanne haben, dann reicht für die meisten, dass sie wissen, dass es Automechaniker gibt. Die wenigsten können ihr Auto wirklich reparieren. Allerdings gibt es Bereiche, wo wir alle die dritte Stufe brauchen: es reicht heute nicht wie im Mittelalter aus, jemanden zu kennen, der Lesen und Schreiben kann. Wer als Gewerbetreibender einen Grafiker beauftragt, muss wissen, wie sie sich die Werbung vorstellt, sie muss sie dagegen nicht unbedingt selbst gestalten können." (Franz Billmayer, (2007): Bildungsstandards für Bildnerische Erziehung, Fachblatt des BÖKWE 1-2007, S.66 - 69) (pdf)
Franz Billmayer, 22.11.2007
zuletzt geändert, 21.10.2008