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Wo die Bilder sind.

Übungen zur Topografie der Bilder
10./11. Jahrgangsstufe medialer Blick, Bildverwendung, Dekoration, Kommunikation
bildtopografie In dieser Übung wird untersucht, wo Bilder gezeigt, aufgehängt, ausgestellt und verwahrt werden.

Ziele:
  • medialer Blick auf die Bilder
  • angemessene Bildverwendung
verwandte Themen:
Bilder in Wohnungen

Architektur rhetorisch

Bilder und Dekoration

Dienstbotentruhe

Bilder auf Produkten
Aufgabe
Im Rahmen dieser Aufgabe sollen Sie untersuchen, wo Bilder gezeigt und aufbewahrt werden und wo dies nicht üblich ist. Die Ergebnisse Ihrer Untersuchung sollen Sie mit Fotografien, Schautafeln, Tabellen und ähnlichem präsentieren.
Da dies ein sehr umfangreiches Gebiet ist, muss das Untersuchungsfeld eingeschränkt werden. Dabei gibt es grundsätzlich mehrere Möglichkeiten:
  • Sie untersuchen einen bestimmten räumlich definierten Zusammenhang.
    Beispiele: Wohnungen, Schule, Krankenhäuser, Restaurants, Hotels, Zeitungen, Kaufhäuser, öffentliche Verkehrsmittel, Toiletten, Kinderzimmer, Friedhöfe, Stadträume, Handtaschen, Baustellen, Verwaltungen ...
  • Sie untersuchen eine bestimmte Bildart.
    Beispiele: Porträts, Landschaften, Pläne, Kunstwerke, Kunstdrucke, Zeichnungen, Graffitis, Kritzeleien ...
  • Sie untersuchen, wo eine bestimmte Person oder eine Personengruppe ihre Bilder aufbewahrt und präsentiert:
    Beispiele: Sie selbst, Fussballer, Menschen im Altenheim ...
Entscheiden Sie sich für eine Thema oder eine Fragestellung, sprechen Sie sich dabei mit Ihren Kolleginnen und Kollegen ab.
Notieren und fotografieren Sie die verschiedenen Bilder:
Wo befinden sie sich?
Um welche Bilder handelt es sich?
Was wird dargestellt?
Warum werden die Bilder gerade dort aufgehängt, ausgestellt und aufbewahrt?
Welche Absichten werden damit verfolgt?
Wie werden die Bilder präsentiert und aufbewahrt?
Warum werden an anderen Orten keine Bilder aufgehängt &c. (mehr hierzu)
Diskutieren Sie mit Ihren Kolleginnen und Kollegen die Ergebnisse. Welche allgemeinen Gesetzmäßigkeiten lassen sich feststellen?
Welche Probleme werden mit den Bildern in den jeweiligen Zusammenhängen gelöst?
Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Bilder und den Orten, an denen sie gezeigt und auf bewahrt werden?
Sonderfall Kunstmuseum
Kunstmuseum und Kunsthalle - eventuell auch die kommunale Galerie, die nicht dem Verkauf dient - sind besondere Entwicklungen, die mit der Etablierung des modernen Kunstbegriffs Ende des 18. aber vor allem im Laufe des 19. Jahrhunderts als "Sonderbauten" zum Zeigen und Diskutieren von Bildern entstehen. Gleichzeitig entstehen mit Konzertsälen und Operhäusern eigene Bauten, die nur der Aufführung von Musik dienen. - Weihestätten einer neuen Kunstreligion? - In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts etablieren sich nun auch so genannte Literaturhäuser. Der Umgang mit Bildern in Kunstmuseen ist Beispiel gebend: an ihm orientieren sich Kunstgalerien und heben sich so von Läden ab, die Bilder als Möbel verkaufen.
Mehr Ideen zur Analyse von Museen finden Sie hier.
grundsätzliches
Sinngemäß schreibt Marshal McLuhan, dass der Inhalt der Medien dem Stück Fleisch gleicht, das der Einbrecher dem Hund gibt, damit er nicht bellt. Nicht nur die traditionelle Kunstpädagogik mit ihrer starken "Werkfixierung" übersieht häufig den instrumentellen Charakter von Bildern. Die obige Übung soll den Blick auf das Bild und seine Verwendung allgemein schärfen.
Die Kompetenzen, die in dieser Übung erworben werden können, unterstützen die Kompetenz in der Verwendung von Bildern.
Document made with Nvu Franz Billmayer, 10.7.2007
zuletzt geändert 16.10.2008