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Polarisierende Bildanalyse

(aus R. Pettersson: Bilder in Lehrwerken, übers. Jakob Billmayer)
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Die polarisierende Bildanalyse[1] basiert darauf, dass Bilder mit gemeinsamen Zügen oder Bilder, die in ein gewähltes Thema passen, als Bild und Gegenbild zum Vergleich gegeneinander gestellt werden. Man notiert Übereinstimmungen und Unterschiede und richtet besondere Aufmerksamkeit auf die eventuellen Gegensätze in den verschiedenen Bildern[2]. Eine polarisierende Bildanalyse braucht nicht in eine konkrete Antwort auf eine bestimmte Fragestellung münden. Der Nutzen der Untersuchung kann genau diese Verdeutlichung der Übereinstimmungen und Unterschiede sein.



[1]    Nordström, Gert Z. (1986). Påverkan genom bilder. En studie av olika bildtypers påverkanseffekt. Stockholm: Styrelsen för psykologiskt försvar. Rapport 133.

[2]    Nordström, G. Z. (1989). Bilden i det postmoderna samhället. Stockholm: Carlssons. , S. 38 notiert, dass viele angehende Bildlehrer an der Kunstfachschule in Stockholm die Bilder aus deren Kontexten nehmen, wenn sie Bildanalysen durchführen: „Die Idee des „reinen“ Bildes existiert also weiterhin. Die Art und Weise wie Lehrbücher das kunsthistorische Bild verwenden, zeigt diese ebenfalls. Das Kunstwerk hat mehr die Funktion, die massiven Texte „aufzulockern“ als wissensbildend mit ihnen zusammen zu wirken.“